ElSegundo. Endlos lange Beine, Ärmchen wie Zahnstocher, eine Wespentaille: So kennen die Mädels sie, die Plastikpuppe Barbie. Doch jetzt kommt es ganz dicke: Eine amerikanische Model-Initiative gegen Magerwahn hat eine vollschlanke Version der Spielzeugfrau angefertigt. Barbie hat ein Dreifachkinn und ausladende Hüften. Ein wahres Pfundsweib.

Die Initiatoren wollen so gegen den allerorten ausufernden Schlankheitswahn vorgehen. Ihre Facebook-Fans haben sie bereits um eine erste Bewertung gebeten. Ergebnis: 40.000 Menschen finden die XXL-Barbie gut.

Nun ist es nicht das erste Mal, dass sich manch einer die Frage nach der Vorbildfunktion des superschlanken Püppchens mit seiner vermeintlichen Traumfigur stellt. Wissenschaftler haben längst herausgefunden, dass Barbie - wäre sie eine echte Frau - gar nicht überleben könnte. Organe hätten in ihrem winzigen Bauch keinen Platz, und durch die Wespentaille könnte sie nicht richtig atmen.

Erst kürzlich hat sich der Künstler Nikolay Lamm den Spaß gemacht, eine neue Barby mit realistischem Körper zu entwickeln (unser Foto rechts). Und die Normalo-Barby macht tatsächlich eine gute Figur.

Ob sich der US-amerikanische Spielzeug-Konzern Mattel, der Barbies in mehr als 150 Staaten verkauft, davon beeindrucken lässt? Schließlich hat ja noch Ken in dieser gewichtigen Sache ein Wörtchen mitzusprechen. Das ist der Freund der Super-Puppe. Und der, so ist zu hören, mag die "klassische" Variante seiner Barbie lieber.