Berlin - Die CDU will ihren früheren niedersächsischen Ministerpräsidenten David McAllister zum Spitzenkandidaten für die Europawahl im Mai bestimmen. Diese seit Monaten erwartete Entscheidung teilte CDU-Generalsekretär Peter Tauber am Montag in Berlin offiziell mit.

Die CDU holt am 7. und 8. Februar in Erfurt ihre Vorstandsklausur nach, die wegen des Skiunfalls der Parteivorsitzenden Angela Merkel Anfang Januar verschoben worden war. Am 5. April kommt sie zu einem Europa-Parteitag am 5. April in Berlin zusammen.

In Erfurt werden McAllister als Spitzenkandidat bestimmt und das Europa-Wahlprogramm vorgestellt. In Berlin wird das Programm dann verabschiedet. Ferner steht dann Tauber als Generalsekretär zu Wahl. Er ist bislang vom Parteivorstand eingesetzt. McAllister sagte der Deutschen Presse-Agentur in Hannover: "Ich freue mich auf neue und spannende Aufgaben."

Anders als die Schwesterpartei CSU will sich die CDU im Europawahlkampf nicht direkt mit der eurokritischen Alternative für Deutschland (AfD) auseinandersetzen. Tauber sagte: "Wir werden offensiv für das werben, was wir in unser Europawahlprogramm hineinschreiben." Das sei das Bekenntnis der CDU zu Europa und ihr Selbstverständnis als Europapartei.

Ferner wird erwartet, dass McAllister - wie die "Bild"-Zeitung berichtet - für den zum Daimler-Konzern gewechselten früheren Staatsminister im Kanzleramt, Eckart von Klaeden, ins CDU-Präsidium aufrücken wird. Das müsse der CDU-Landesverband Niedersachsen aber noch förmlich vorschlagen, hieß es in der CDU-Zentrale.