Magdeburg. "Wer eine Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren." Das ist nicht etwa eine boshafte Behauptung von mir, sondern von Karl Lagerfeld. Aber wer möchte dem Heiligen der Modebranche schon widersprechen? Insofern wird der morgige Tag ein ganz schwerer für den guten Karl. Morgen ist "Internationaler Jogginghosentag". Die Initiatoren rufen dazu auf, den ganzen Tag in Ballonseide herumzulaufen, "egal ob in der Schule oder bei der Arbeit". Bevor Sie jetzt aber die Nase rümpfen, haben wir vier gute Gründe für die Jogginghose:

1. Größe: Kein Kneifen, kein Ziehen - Jogginghosen passen immer. Und besonders praktisch: Sie können ohne Pro-bleme zwischen den Trägern getauscht werden.

2. Farbe: Neon-Grün, Magenta oder Pink: Jogginghosen sind besonders sicher im Straßenverkehr, weil ihr Träger besonders gut gesehen wird. Ein aktiver Beitrag zur Verkehrssicherheit. Das kann so ein schnöder grauer Anorak nicht von sich behaupten.

3. Name: Für kaum ein anderes Kleidungsstück gibt es so viele liebevolle und wohlklingende Spitznamen: Joggingpeitsche, Gammelbuxe, Hartz-IV-Tanga oder Sofajeans. Das klingt doch nach wahrer Zuneigung.

4. Anlass: Egal welcher Anlass, die Jogginghose passt immer. Essen bei den Schwiegereltern, Tanzen beim Ball, Besuch in der Oper, Gespräch mit dem Chef oder Empfang im Rathaus: Wer Jogginghose trägt, geht mit der Mode und zeigt, wie entspannt er das Leben nimmt.