Berlin/Magdeburg (dpa).Für zwei Stunden hat das Wach- und Sicherheitspersonal am Montagmorgen am Flughafen Berlin-Tegel die Arbeit niedergelegt. Mit dem Warnstreik solle Druck in der laufenden Tarifauseinandersetzung mit den Arbeitgebern ausgeübt werden, sagte Verdi-Verhandlungsführer Jürgen Stahl der Nachrichtenagentur dpa. An den Abfertigungsschaltern der Fluggesellschaften bildeten sich zwar längere Schlangen als sonst, die Verspätungen im Flugverkehr lagen laut Flughafen-Information aber meist deutlich unter 30 Minuten.

Die Gewerkschaft fordert für Sicherheitsleute eine generelle Lohnerhöhung bei zwei Jahren Laufzeit um zwei Euro auf 9,50 Euro und für Sicherheitspersonal an Flughäfen um vier Euro auf 16,25 Euro. Der Tarifvertrag solle für etwa 35 000 Beschäftigte in Berlin, Brandenburg sowie Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern gelten, so Stahl. In den westlichen und südlichen Bundesländern werde deutlich mehr gezahlt als im Osten.

Die Arbeitgeber hatten bei der jüngsten Verhandlungsrunde am 9. Januar für das Personal an den Flughäfen eine Erhöhung in zwei Stufen angeboten. Demnach sollten die Beschäftigten in Tegel und Schönefeld vom 1. April 2014 an 13,88 Euro und vom 1. Januar 2015 an 14,99 Euro pro Stunde erhalten.

Am Dienstag sollen die Tarifverhandlungen in Berlin mit den zuständigen Landesverbänden des Bundesverbandes der Sicherheitswirtschaft e.V. (BDSW) fortgesetzt werden. Allein in Berlin-Brandenburg sind etwa 23 000 Mitarbeiter davon betroffen. Davon sind etwa 2000 an den Flughäfen tätig.