Berlin - Vor der Kabinettsklausur in Meseberg haben Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer und der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Michael Sommer, für Offenheit gegenüber Zuwanderern geworben.

Das berichtet die "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" in ihrer Dienstagsausgabe. In einer gemeinsamen Erklärung warnten Sommer und Kramer vor der Gefahr, dass undifferenzierte politische Debatten über die von der CSU so genannte Armutszuwanderung antieuropäische Stimmungen verstärken und dringend erwünschte ausländische Fachkräfte abschrecken könnten. Mit "übertriebenen Befürchtungen über massenhafte Zuwanderung in die Sozialsysteme" verpasse man die Chance, ausländischen Fachkräften zu zeigen, "dass sie in Deutschland willkommen sind und dringend benötigt werden", heiße es in dem Appell.

"Damit wir ein gutes Vorbild bleiben und die Zuwanderung in Arbeitsmarkt und Gesellschaft gelingt, rufen wir alle diejenigen, die in Gesellschaft und Politik Verantwortung übernehmen, zu einer differenzierten und den Realitäten angemessenen Debatte auf", zitiert das Blatt aus der von beiden unterzeichneten Erklärung.