Online-Petition

Eine Online-Petition ist eine Art Unterschriftensammlung im Internet. Rechtlich bindend ist sie für den Adressaten nicht. Die Initiatorin der Petition gegen Lanz richtet sich mit der Sammlung an das ZDF.

Berlin | Wenn das ZDF am Sonnabend die aktuelle Sendung "Wetten, dass..?" (20.15 Uhr) ausstrahlt, wird sich mancher Fernsehzuschauer wohl weniger auf die Gäste und Wetten konzentrieren. Stattdessen wird das Verhalten von Markus Lanz wieder auf dem Prüfstand stehen.

Seit mehr als einer Woche steht der Moderator und Talkmaster in der Kritik. In einem Interview in seiner Sendung "Markus Lanz" war Lanz der Linken-Politikerin Sarah Wagenknecht immer wieder ins Wort gefallen. Sehr zum Missfallen der Fernsehzuschauer. So sehr, dass im Internet eine Petition gestartet wurde. Die fordert unter dem Motto "Raus mit Markus Lanz aus meiner Rundfunkgebühr" das ZDF auf, sich von dem Moderator zu trennen.

Lanz ist "unhöflich, unverschämt, dreist"


Inzwischen haben mehr als 186.000 Menschen in Deutschland die Petition unterstützt, die noch 51 Tage läuft. Zwar hat Markus Lanz inzwischen bei Sarah Wagenknecht um Entschuldigung gebeten, was diese akzeptierte. Den Zuschauern scheint das jedoch nicht zu genügen.

So schreibt die Facebook-Nutzerin Wald Fee im Facebook-Profil der Volksstimme: "Der Typ ist einfach nur peinlich! Unhöflich, unverschämt, dreist!" Nutzerin Gabi Wo meint: "Fakt ist eins, was Lanz nicht kann, sein Gegenüber ausreden lassen. Es nervt eigentlich wie er den Gästen in das Wort fällt und immer wieder das gleiche penetrant fragt. Und wenn er sich auf jemand \'eingeschossen\' hat, ist es noch schlimmer."

Lanz sollte "noch kritischer hinterfragen"

Lanz bekommt aber auch Rückendeckung. "Er ließ die Ausführungen seiner Gäste nicht in dem Umfang zu, wie man es vielleicht von einem neutralen Gastgeber erwarten würde. Ihn \'absägen\'? Nein. Gebt ihm eine \'Besserungsfrist\'", meint Jean André Brüggemann. Von Kuschelnder Leopard heißt es: "Er fragt die richtigen Leute zum richtigen Thema, nur vielleicht sollte er sie aussprechen lassen. Nur so kann er wachrütteln. Ich finde, er macht seine Sache ganz gut und sollte sogar noch kritischer hinterfragen."

Insgesamt haben Leser der Online-Ausgabe der Volksstimme mehrheitlich dafür votiert, die Sendung "Markus Lanz" abzusetzen. Dafür sprachen sich in einer nicht repräsentativen Umfrage immerhin 69 Prozent der Teilnehmer aus. 13,8 Prozent wollen Markus Lanz auch weiterhin auf dem Bildschirm sehen. Die übrigen 17,2 Prozent der Umfrage-Teilnehmer dagegen halten die ganze Debatte für übertrieben.