Berlin - Nach der ersten Woche der Syrien-Friedensgespräche in der Schweiz hat UN-Generalsekretär Ban Ki Moon beide Seiten für ihre Annäherung gelobt. "Es sind Fortschritte erzielt worden", sagte Ban bei einem Besuch in Berlin.

Ziel müsse nun sein, konkrete Maßnahmen in Kraft zu setzen, mit denen in dem Bürgerkriegsland das Leid der Zivilbevölkerung in Städten wie Homs verringert werden könne. Allerdings sei die Situation insgesamt immer noch "extrem schwierig".

Ban bestätigte, dass die Gespräche an diesem Freitag unterbrochen werden. Die Vertreter von Machthaber Baschar al-Assad sowie die Delegation der gemäßigten Opposition reisen dann ab, um sich mit den jeweiligen Lagern intern zu besprechen. Die Gespräche sollen nach einer Auszeit im Februar in Genf fortgesetzt werden. Einen konkreten Termin gibt es noch nicht.

Ban hält sich zu einem viertägigen Besuch in Deutschland auf. Am Donnerstag standen in Berlin Treffen mit Bundespräsident Joachim Gauck, Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) auf dem Programm. Zusammen mit Steinmeier nahm der Südkoreaner an der konstituierenden Sitzung eines neuen Wissenschaftlichen Beirats der Vereinten Nationen teil.

Die Bundesrepublik gehört zu den wichtigsten Geldgebern der Vereinten Nationen. Deutschland bewirbt sich derzeit um den Vorsitz im UN-Menschenrechtsrat. Außerdem strebt Berlin für die Jahre 2019/20 wieder einen Sitz im UN-Sicherheitsrat an.