Billund l Endlich wehrt sich mal jemand gegen diese obergemeine Riesen-Fiesheit. Und zwar ganz doll höchst offiziell. Eine Siebenjährige hat jetzt einen Beschwerdebrief an die Leute von Lego geschrieben. Denn die bauen lauter Jungs-Figuren, die total coole Sachen machen dürfen - sowas wie mit Haien schwimmen, Prinzessinnen befreien oder Monster einfangen. Und die Mädchen-Figuren? Die müssen immer mega-öde Sachen machen. Zum Strand gehen zum Beispiel. Oder shoppen. Oder - viel schlimmer - zu Hause sitzen. Das ist ja wie Stubenarrest spielen.

Weil das der Kleinen zu bunt wurde, hat sie den Erwachsenen mal so richtig die Meinung gegeigt. In ihrem Brief steht ganz genau, wie sie sich das in Zukunft vorstellt mit den Figuren: "Ich will, dass ihr mehr Lego-Mädchen schafft und sie Abenteuer erleben und Spaß haben lasst, ok!?!" Is\' doch eigentlich babyleicht. Mit ihrem Brief ist die Siebenjährige richtig bekannt geworden. Ein Foto von der Protest-Erklärung mit Krakelschrift ging via Twitter um die Welt.

Und die Leute von Lego? Die sagen dazu nur allgemeines Blabla mit langen Wörtern. Dass sie sich um mehr "Ausgewogenheit" bei "Geschlechterrollen" bemühen und so. Was sie der Kleinen auf ihren Beschwerdebrief geantwortet haben - ob sie jetzt zum Beispiel extra für sie ein Monsterjäger-Mädchen bauen - wollen sie einfach nicht verraten. Spielverderber.