Stuttgart/Berlin - Die ohnehin gute Finanzlage der Gesetzlichen Rentenversicherung ist noch besser als gedacht: Sie sitzt auf einer Rekordrücklage von 32 Milliarden Euro. Das sind gut 2,5 Milliarden Euro mehr als vor Jahresfrist.

Die "eiserne Reserve" entspricht genau 1,80 Monatsausgaben, geht aus Zahlen des Bundesversicherungsamtes in Bonn hervor, über die die "Stuttgarter Nachrichten" (Freitag) berichteten.

Die Rücklage zum Jahresende 2013 war bisher immer bei 31 Milliarden Euro gesehen worden. Dass sie nun noch etwas höher ausfällt, überrascht deswegen, weil der Beitragssatz Anfang vergangenen Jahres von 19,6 auf 18,9 Prozentpunkte gesenkt wurde. Der ungebrochene Beschäftigungsboom verhinderte jedoch Beitrags-Mindereinnahmen.

Ob die Kassenlage der Rentenversicherung im laufenden Jahr weiter so positiv bleibt, ist offen: Das von Union und SPD geplante Rentenpaket wird zu Mehrausgaben von voraussichtlich etwa 4,5 Milliarden Euro im laufenden Jahr führen.