Limburg - Im "Fall Tebartz" hat die Staatsanwaltschaft Limburg noch keine Entscheidung getroffen. Man wolle den Bericht der Prüfkommission der Bischofskonferenz abwarten - "sofern er zeitnah vorliegt", sagte ein Justizsprecher am Montag.

Das Nachrichtenmagazin "Spiegel" hatte geschrieben, der Bericht der Kommission zur Kostenexplosion am Limburger Bischofssitz belaste Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst schwer. Es seien Beweise gefunden worden, die zu einem juristischen Verfahren gegen den Kirchenmann führen könnten.

"Der Status quo ist unverändert", sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Seit Monaten prüft die Behörde, ob sie Untreue-Ermittlungen gegen Tebartz-van Elst und weitere Mitglieder der Diözese einleitet. Ebenso lange untersucht die bischöfliche Kommission, warum der neue Bischofssitz mindestens 31 Millionen Euro teuer wurde.

Eine Sprecherin der Bischofskonferenz betonte am Montag abermals, dass das Ergebnis noch nicht vorliege und es im Laufe des Februars erwartet werde. Bereits vor zwei Wochen hatte ein Artikel des Magazins "Focus" für Aufsehen gesorgt: Das Magazin schrieb unter anderem, der Bericht der Kommission ergebe Entlastendes zugunsten des Bischofs.

Die Sprecherin machte auch keine Angaben zu einem Bericht der "Frankfurter Neuen Presse", wonach das Gremium am kommenden Mittwoch zu einer letzten, entscheidenden Sitzung zusammenkommt.