Berlin - Der geplante gesetzliche Mindestlohn muss nach Ansicht des designierten neuen DGB-Vorsitzenden Reiner Hoffmann nach seiner Einführung 2015 zügig angehoben werden.

"Im ersten Schritt sind die 8,50 Euro richtig", sagte der Gewerkschafter dem Nachrichtenmagazin "Spiegel". Er gehe aber davon aus, dass die Kommission, die den Mindestlohn künftig festlegen soll, so früh wie möglich ihre Arbeit aufnehmen und der Bundesregierung eine Anpassung nach oben vorlegen werde.

"Ein Einfrieren des gesetzlichen Mindestlohns bis 2018, wie es die Regierung bislang plant, wird den Erfordernissen der Betroffenen nicht gerecht", sagte der voraussichtliche Nachfolger des im Mai scheidenden Vorsitzenden des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Michael Sommer.