Frankfurt/Main - In Deutschland haben immer mehr Frauen einen Job. Im Jahr 2012 waren 72 Prozent der Frauen erwerbstätig, wie aus einer veröffentlichten Studie der Beratungs- und Prüfungsgesellschaft PwC hervorgeht.

Im Jahr 2000 waren es erst 63 Prozent. Spitzenreiter im OECD-Vergleich ist Schweden mit einer Frauen-Erwerbstätigkeit von 78 Prozent.

Wenig Veränderung gab es der Untersuchung zufolge zuletzt bei der Verringerung von Gehaltsunterschieden und der Vollzeitbeschäftigung weiblicher Mitarbeiter hierzulande. Und in Führungspositionen sind Frauen in Deutschland nach wie vor unterrepräsentiert. Nach einer Erhebung des Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) sank der Anteil weiblicher Vorstände in den Dax-Konzernen im vergangenen Jahr von 7,8 auf 6,3 Prozent.

Geringer als in vielen Staaten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) war in Deutschland dank der guten Lage auf dem Arbeitsmarkt die Erwerbslosigkeit von Frauen. Besonders in den Krisenländern Spanien, Griechenland und Portugal verloren viele Mitarbeiterinnen ihren Job. "In diesen Staaten ist die Arbeitslosigkeit unter Frauen deutlich stärker angestiegen als unter Männern. Frauen sind in wirtschaftlichen Krisen also noch immer besonders hart betroffen", sagte Petra Justenhoven, Vorstandsmitglied von PwC Deutschland.

Insgesamt verbesserte Deutschland 2012 seinen Rang in dem von PwC erstellten Index um eine Position auf Platz acht. Im Jahr 2000 war es noch Rang 18. An der Spitze liegt seit Beginn der Erhebung im Jahr 2000 Norwegen, gefolgt von Dänemark und Schweden.

Der Index misst die Beteiligung von Frauen am Erwerbsleben anhand von fünf Kriterien, darunter Gehaltsunterschiede, Erwerbstätigkeit und Arbeitslosenrate. Ausgewertet werden Daten der OECD.