Kiel - Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) rechnet mit 50 000 zusätzlichen Frührentnern durch die geplante Rente mit 63 Jahren. "Das ist eine Größenordnung, die wir als reiches Land gut verkraften können", sagte Nahles bei einer Konferenz der SPD-Fraktionschefs.

Menschen, die ihr Soll erfüllt hätten, dürften nicht durch Abschläge bestraft werden. "Das ist für mich eine Gerechtigkeitslücke in unserem System."

Nahles hatte zuvor den Fraktionschefs ihrer Partei neben der Rentenreform auch den Stand in Sachen Mindestlohn vorgestellt. Die SPD wolle in dieser Frage hart bleiben, sagte der schleswig-holsteinische Fraktionschef und stellvertretende Bundesvorsitzende Ralf Stegner der dpa.

Nach dem Willen der SPD werde keine Branche ausgenommen. "All die Forderungen, das zum Schweizer Käse zu machen und 1000 Ausnahmen aufzunehmen, das wird es mit uns nicht geben."