Hamburg l Til Schweiger und Angela Merkel sind der fleischgewordene Gegensatz. Der eine arbeitet im Fernsehen, der andere hat ständig Theater. Einer punktet mit Sex Appeal, der andere mit einer deutlichen Aussprache. Doch die zwei haben tatsächlich auch etwas gemeinsam. Jeder von ihnen hat neulich etwas so geschickt im TV platziert, dass es dieses etwas zu einem eigenen Twitter-Account gebracht hat. Bei Angie ist es die Deutschlandkette im TV-Duell. Bei Til ist es sein Allerwertester. Der hatte beim Tatort am Sonntag gleich in zwei Szenen einen Auftritt. Das macht ihn zu einem Körperteil des öffentlichen Lebens. Als dieses ist es quasi seine Pflicht, die Welt über aktuelle Erlebnisse und Gedanken auf dem Laufenden zu halten. Und so setzte "Tschillerspo" - benannt nach Schweigers Komissarnamen Nick Tschiller - Sonntagabend seinen ersten Tweet ab: "Für diesen Auftritt musste ich lange trainieren."

Was seitdem an Nachrichten herausgeht, brilliert in unterschiedlichen Facetten. Einige sind schlichtweg ergreifend. So wie dieser hier: "Falls Nick umkommt: Er hat einen Pospendeausweis. Ich komme also wieder." Andere offenbaren philosophische Erkenntnisse - wie etwa: "Ich pupse, also bin ich."

Noch folgen Tschillerspo gerade mal 97 Fans. Beim Rest vom Schweiger sind es 10200. Allerdings hat der auch seit 2009 nichts mehr getwittert. Wenn der prominente Po also dranbleibt, könnte er Til den Rang ablaufen. Möglicherweise eines Tages sogar auf der Leinwand. Mehr als einen Ausdruck braucht er für den Job ja nicht.