München - Der Freibetrag für Alleinerziehende wird voraussichtlich ebenso wie das Kindergeld erst 2016 angehoben.

"Das Meinungsbild über mögliche und denkbare zukünftige Gestaltungen eines Entlastungsbetrages für Alleinerziehende ist innerhalb der Bundesregierung noch nicht abgeschlossen", heißt es nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" in einer Antwort von Finanz-Staatssekretär Michael Meister (CDU) auf eine kleine Anfrage der Linksfraktion.

Nach Angaben aus Koalitionskreisen habe Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) aber vorgeschlagen, die steuerliche Erleichterung für die Alleinerziehenden ebenso auf 2016 zu verschieben wie die Erhöhung des Kindergeldes, der Kinderfreibeträge und des Kinderzuschlages für Geringverdiener, berichtet das Blatt. Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) sei damit unter der Bedingung einverstanden gewesen, dass von dem Paket dann spürbare Verbesserungen für ärmere Familien ausgingen.

Eine Anhebung des Freibetrages ist im Koalitionsvertrag fest vereinbart. Mit dem 2004 eingeführten Entlastungsbetrag sollten die höheren Kosten der Lebens- oder Haushaltsführung von Alleinerziehenden pauschal abgegolten werden. Inzwischen machen nach Meisters Angaben mehr als 896 000 Alleinerziehende die Förderung in ihrer Steuererklärung geltend. Jeder von ihnen habe 2013 rein rechnerisch mit 419 Euro von der Regelung profitiert, heißt es in dem Bericht.