München - Im größten deutschen Flächenland Bayern sind die Bürger an diesem Sonntag zu Kommunalwahlen aufgerufen. Die Wahl gilt als erster landesweiter Stimmungstest für die CSU seit der Rückeroberung der absoluten Landtagsmehrheit im vorigen September.

Mit besonderer Spannung wird die Wahl in der Landeshauptstadt erwartet: Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) darf nach mehr als zwei Jahrzehnten wegen der Altersgrenze nicht mehr antreten. Die CSU hofft, mit Herausforderer Josef Schmid den SPD-Kandidaten Dieter Reiter schlagen zu können. Die Umfragen deuten darauf hin, dass es am 30. März zu einer Stichwahl kommt.

Entspannter blickt die SPD der OB-Wahl in Nürnberg entgegen, wo SPD-Amtsinhaber Ulrich Maly sich auf einen komfortablen Wahlsieg einstellen kann. Eine Stichwahl gibt es überall dort, wo kein Kandidat im ersten Wahlgang mehr als 50 Prozent der Stimmen holt.

Bayernweit werden etwa 39 000 Mandate in Gemeinderäten, Stadträten und Kreistagen vergeben. Neben dem Münchner Stadtoberhaupt werden 18 weitere Oberbürgermeister der kreisfreien Städte gewählt, hinzu kommen 58 der 71 bayerischen Landräte. Derzeit sind 46 der 71 bayerischen Landkreise CSU-regiert, 14 Landräte stellen die Freien Wähler und 11 die SPD.