Köln/Mainz/Limburg - Der Mainzer Bischof Karl Lehmann rechnet nicht mehr mit der Rückkehr seines Amtsbruders Franz-Peter Tebartz-van Elst an die Spitze des Bistums in Limburg.

"Es gibt viele Gründe, warum er nicht zurückkommen kann", sagte der Kardinal dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Freitag). Er hoffe sehr, dass Papst Franziskus "sehr bald" eine Entscheidung treffen werde. Der Papst hatte dem Bischof eine Auszeit außerhalb seines Bistums verordnet, nachdem die enorme Steigerung der Baukosten an dessen Limburger Amtssitz bekanntgeworden war.

Lehmann forderte zudem die Offenlegung des Berichts, den eine kirchliche Untersuchungskommission zu den ausufernden Kosten erstellt hat. Der Bericht liegt dem Vatikan vor. "Ich bin fest überzeugt, dass möglichst bald dieser Bericht veröffentlicht werden muss." Am Mittwoch hatte bereits Rottenburgs Bischof Gebhard Fürst bezweifelt, dass Tebartz-van Elst nach dem Skandal um den Bau seiner Residenz in sein Bistum zurückkehren wird.