Berlin - Die FDP hat der großen Koalition, die bald 100 Tage im Amt ist, Versagen bei Reformen vorgeworfen. "SPD und Union treten vor allem als Anwälte des Status Quo in Erscheinung. Ihre Mehrheit ist groß - ihre Ambitionen sind klein".

Das schrieb der FDP-Vorsitzende Christian Lindner in einem Beitrag für den "Focus". Er kritisierte insbesondere die Finanzpolitik.

Der Bund müsste in diesen Zeiten Überschüsse erzielen, um Schulden zu tilgen, Investitionen zu tätigen und die Bürger zu entlasten. Stattdessen gebe Schwarz-Rot 23 Milliarden Euro mehr aus, investiere davon aber nur 1,8 Milliarden Euro. "Der Rest ist Konsum - wie kurzsichtig."