Berlin l Ein bisschen Kokain hier, ein bisschen Heroin dort. Da kommt schon was zusammen - Geld vor allem. Das haben nun auch die deutschen Chefstatistiker erkannt. In Zukunft sollen der Drogenhandel und Tabakschmuggel in das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) einfließen.

Diese Kennzahl gibt den Gesamtwert aller Güter und Waren an, die in Deutschland hergestellt wurden. Reiche Länder haben ein hohes BIP, arme Länder ein niedriges. Und zu diesen Waren gehören eben nicht nur Kochtöpfe, Tische und Fenster, sondern auch Chrystal-Meth, Koks und Marihuana.

Die Frage ist nur, wie die Statistiker an all diese Daten kommen wollen. Stichproben? Umfragen? Oder wird der Staat die Drogen fortan einfach selbst produzieren?

Dass sich die Betrachtung der Schattenwirtschaft für das BIP durchaus lohnen kann, zeigte Griechenland. Dort wurde die Statistik im Jahr 2006 erneuert. Und Schwupps meldete Griechenland einen deutlichen Anstieg des BIP. Um 25 Prozent!