Berlin - Immer mehr Steuersünder wollen durch eine Selbstanzeige einer möglichen Strafe entgehen. Die Behörden haben in den ersten Wochen dieses Jahres einen starken Anstieg der Selbstanzeigen reuiger Steuerhinterzieher verzeichnet.

In 13 der 16 Bundesländer waren es nach einer dpa-Umfrage schon mindestens 8000. Im gesamten Vorjahr hatte es etwa 26 000 Selbstanzeigen gegeben.

Das Thema ist durch den Fall Uli Hoeneß wieder stärker in die öffentliche Diskussion gerückt. Allein in Rheinland-Pfalz haben sich nach der Verurteilung des Ex-Präsidenten des FC-Bayern zu dreieinhalb Jahren Haft seit Mitte März 158 Steuerhinterzieher gemeldet. Seit Jahresbeginn sind es dort bisher 1250 Fälle - schon jetzt gut halb so viel wie im ganzen Jahr 2013.

In Nordrhein-Westfalen haben sich bis Anfang März - noch vor dem Hoeneß-Urteil - 1739 Bürger selbst angezeigt; viereinhalb Mal so viele wie in den ersten beiden Monaten des Vorjahrs. Im Saarland wurden bisher 174 Selbstanzeigen erfasst, im gesamten Vorjahr waren es lediglich 299.