Berlin - Die Bundeswehr beteiligt sich mit bis zu 80 Soldaten an der EU-Mission in der vom Bürgerkrieg erschütterten Zentralafrikanischen Republik.

Der Bundestag beschloss die Bereitstellung eines Sanitätsflugzeugs und zweier angemieteter Transportflugzeuge sowie die Entsendung von zehn Soldaten in die Hauptquartiere in Zentralafrika und Griechenland. Der militärische Einsatz sei notwendig, um Helfern den Zugang zur Krisenregion zu ermöglichen, sagte der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Christoph Strässer (SPD).

An der europäischen Militärmission beteiligen sich bis zu 1000 Soldaten. Sie sollen die 6000 afrikanischen und 2000 französischen Soldaten unterstützen, die bereits jetzt versuchen, die Gewalt zwischen christlichen und muslimischen Milizen einzudämmen. In einem der ärmsten Länder der Welt war die Gewalt eskaliert, als sich muslimische Rebellen im vergangenen Jahr an die Macht geputscht hatten.

Das Sanitätsflugzeug der Bundeswehr wird in Köln stationiert. Es soll nur zum Einsatz kommen, wenn Schwerverletzte der internationalen Truppen ausgeflogen werden müssen. Die gemieteten Antonow-Transportflugzeuge werden keine deutsche Soldaten an Bord haben. Direkt in Zentralafrika kommen damit zunächst nur vier Bundeswehrsoldaten zum Einsatz. Weitere sechs Soldaten werden in das strategische Hauptquartier im griechischen Larissa entsandt.