Main/Wiesbaden (dpa) l Eine Doppelflatrate zum Surfen und Telefonieren ist für die meisten Verbraucher die günstigste Option. Komplett sorglos telefonieren können sie aber auch damit nicht: "Sonderrufnummern, zum Beispiel mit der Vorwahl 0900, werden davon nicht abgedeckt", warnt Martina Totz von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Auch Gespräche ins Mobilfunknetz gehören nur bei wenigen Providern zur Flatrate.

Wer häufiger bei solchen Nummern anruft, sollte deshalb beim Tarifabschluss genau auf die entsprechenden Minutenkosten achten. Für Gespräche ins Handynetz ist es sogar oft günstiger, gleich das Mobiltelefon zu nehmen: Viele Provider bieten auch hier Flatrates, mit denen man unbegrenzt in bestimmte oder alle Netze telefonieren kann. "Es gibt inzwischen auch Verbraucher, die das Festnetz komplett durch ihr Handy ersetzen und nur noch eine Internetflatrate buchen", sagt Totz.

Verbraucher zahlen rund 25 Euro pro Flatrate


Nach aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts für 2012 geben Verbraucher durchschnittlich nur noch rund 8 Euro pro Monat für Telekommunikationsdienstleistungen im Festnetz aus, investieren gleichzeitig aber 25 Euro in Flatrates. 2007 war es noch umgekehrt: Für Flatrates lagen die Durchschnittsausgaben damals nur knapp über 4 Euro, einzelne Dienstleistungen kosteten dagegen mehr als 29 Euro.

Der Wechsel zur Doppelflatrate mit Festnetzanschluss und Internetzugang ist durchaus sinnvoll, sagt Verbraucherschützerin Totz: "Reine Telefonie-Angebote lohnen sich eigentlich nur noch für Menschen, die komplett aufs Internet verzichten möchten."

Die sollten bei der Tarifwahl allerdings darauf achten, mit welcher Technik die Provider arbeiten. Denn bei vielen Anbietern läuft auch der Telefonanschluss häufig über die Internetleitung. Das merkt der Nutzer in der Regel zwar kaum - Hausnotrufsysteme funktionieren darüber aber zum Beispiel nicht.