Kiel (egw) | Der Raps steht in voller Blüte, rund zwei Wochen früher als gewöhnlich. Und es blüht der Flachs. In Schleswig-Holstein wirbt zum Beispiel ein Raps-Ölscheich für das "Gold des Nordens". Das Öl, das dann nach der Ernte im Juli aus der Rapssaat gepresst wird, kann mit dem Erdöl der Scheichs durchaus mithalten. Mehr noch: Es findet seinen Weg nicht nur in die Fahrzeugtanks, sondern als Speiseöl auch auf den Tisch.

Dass ausgerechnet Schleswig-Holstein solch ein Bohei um den Raps macht, ist zwar unklar. Bundesweit die Nummer 1 im Rapsanbau ist Mecklenburg-Vorpommern, gefolgt von Sachsen-Anhalt. Dann kommt lange nichts - und auf Platz acht Schleswig-Holstein. Aber schaden kann die Werbung sicher nicht.

Vielleicht könnte sogar der Ministerpräsident des nördlichsten Bundeslandes Nutzen daraus ziehen. Nachdem Torsten Albig mit seinem "100-Euro-Soli" für die Reparatur von Straßen gegen den Baum gefahren ist, könnte er es bei seinen Schlaglöchern ja mit dem "Gold des Nordens" versuchen.