Bäume des Jahres

Seit 1989 kürt das Kuratorium "Baum des Jahres" der Dr.-Silvius-Wodarz-Stiftung einen Baum des Jahres.

Die Trauben-Eiche ist Baum des Jahres 2014.

Bäume der vergangenen Jahre:

2013: Wild-Apfel
2012: Europäische Lärche
2011: Elsbeere
2010: Vogel-Kirsche
2009: Berg-Ahorn
2008: Walnuss
2007: Wald-Kiefer
2006: Schwarz-Pappel
2005: Rosskastanie
2004: Weiß-Tanne
2003: Schwarz-Erle
2002: Wacholder
2001: Esche
2000: Sand-Birke
1999: Silber-Weide
1998: Wild-Birne
1997: Eberesche
1996: Hainbuche
1995: Spitz-Ahorn
1994: Eibe
1993: Speierling
1992: Berg-Ulme
1991: Sommer-Linde
1990: Buche
1989: Stiel-Eiche

Magdeburg | Der erste Tag des Baumes in Deutschland richtete sich vor allem gegen die Übernutzung der Wälder in den Nachkriegsjahren. Zehn Prozent der deutschen Waldfläche wurde kahlgeschlagen. Dem fielen in den ersten Nachkriegsjahren neun bis 15 Mal mehr Bäume zum Opfer als nachwachsen konnten. Der Tag des Baumes diente der Rückbesinnung auf die Nachhaltigkeit, dem Blick auf die Zukunft. "Andere Festtage dienen der Erinnerung, der Tag des Baumes weist in die Zukunft", sagte Julius Sterling Morton.

Der Journalist und Farmer hatte bereits fast ein Jahrhundert früher im baumarmen Nebraska (USA) einen jährlichen Tag des Baumes gefordert. Erstmals pflanzten Bürger und Farmer dort am 10. April 1872 mehr als eine Million Bäume. Knapp zwei Jahrzehnte später feierten alle Staaten der USA den Gedenktag.

Der deutsche Wald wächst


In den vergangenen vier Jahrzehnten ist die Waldfläche in Deutschland entgegen der Annahme, es gebe immer weniger Wald, um etwa eine Million Hektar angewachsen. Laut Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz gab es 2011 11,1 Millionen Hektar Wald. Das ist etwa ein Drittel der Landesfläche. In Sachsen-Anhalt macht die Waldfläche nur knapp ein Viertel der Gesamtfläche des Bundeslandes aus. Hessen und Rheinland-Pfalz führen mit 42 Prozent, hinten liegt Schleswig-Holstein mit nur zehn Prozent.

Mittlerweile wachsen insgesamt rund sieben Milliarden Bäume in Deutschlands Wäldern. Das sind etwa 85 Bäume für jeden Bundesbürger. Diese Zahl wurde 2008 in der Bundeswaldinventur statistisch erfasst und hochgerechnet. Mit den Pflanzaktionen zum Tag des Baumes – beispielsweise ab 10 Uhr im Haldensleber Stadtwald, organisiert vom Landesverband Sachsen-Anhalt der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald – dürften es wohl noch eine ganze Reihe mehr werden.

Waldland Deutschland

Magdeburg (aj) | Mit öffentlichen Pflanzungen am Tag des Baumes soll auf die Bedeutung der Bäume und Wälder aufmerksam gemacht werden. Die grünen Flächen sind Lebensraum, Rohstofflieferant, Klimaschützer und Ort der Erholung.

  • Rund ein Drittel der deutschen Landesfläche ist Wald.

    Rund ein Drittel der deutschen Landesfläche ist Wald.
    Quelle: ZB

  • Nadelbäume sind in Deutschland am häufigsten. Fichten (28 Prozent) und Kiefern (24 Prozent) führen, gefolgt von den Laubbäumen Buche (15 Prozent) und Eichen (10 Prozent). Allein diese vier Baumarten nehmen zusammen etwa drei Viertel der Waldfläche ein.

    Nadelbäume sind in Deutschland am häufigsten. Fichten (28 Prozent) und Kiefern (24 Prozent) fü...
    Quelle: Archivfoto: dpa

  • 17 Prozent der Gesamtwaldfläche sind sogenannte FFH-Gebiete. Sie dienen gemäß der Naturschutzrichtlinie der Europäischen Union dem besonderen Schutz von Flora, Fauna und Habitaten.

    17 Prozent der Gesamtwaldfläche sind sogenannte FFH-Gebiete. Sie dienen gemäß der Naturschutzr...
    Quelle: Archivfoto: dpa

  • Gesetze des Bundes und der Länder schützen den Wald vor anderen Nutzungsansprüchen wie Siedlung und Verkehr.

    Gesetze des Bundes und der Länder schützen den Wald vor anderen Nutzungsansprüchen wie Siedlun...
    Quelle: Archivfoto: dpa

  • Stürme sind Feinde der Wälder. 3.700 Hektar Wald fielen ihnen 2007, im Jahr des Orkans Kyrill, zum Opfer.

    Stürme sind Feinde der Wälder. 3.700 Hektar Wald fielen ihnen 2007, im Jahr des Orkans Kyrill,...
    Quelle: ZB

  • Wälder sind wilden Tieren Lebensraum. Neben einigen Wolfsrudeln und Luchsen leben in deutschen Wäldern etwa 4.000 Wildkatzen.

    Wälder sind wilden Tieren Lebensraum. Neben einigen Wolfsrudeln und Luchsen leben in deutschen...
    Quelle: Archivfoto: ZB

  • Waldböden sind Wasserfilter und -speicher. Unter der Oberfläche eines Quadratmeters Waldboden können bis zu 200 Liter Wasser gespeichert werden. Der Boden filtert Regen- und Tauwasser so gut, dass es oft Trinkwasserqualität hat.

    Waldböden sind Wasserfilter und -speicher. Unter der Oberfläche eines Quadratmeters Waldboden ...
    Quelle: ZB

  • Wälder schwächen extreme Temperaturen ab. Im Sommer ist es im Wald stets etwas kühler, im Winter etwas wärmer als auf freiem Feld.

    Wälder schwächen extreme Temperaturen ab. Im Sommer ist es im Wald stets etwas kühler, im Wint...
    Quelle: ZB

  • Bäume sind Rohstoff-Lieferanten: Etwa 48 Millionen Kubikmeter betrug der Holzeinschlag 2009.

    Bäume sind Rohstoff-Lieferanten: Etwa 48 Millionen Kubikmeter betrug der Holzeinschlag 2009.
    Quelle: dpa

  • Besucher der mehr als 100 Hochseilgärten können die Wälder von den Kronen aus betrachten.

    Besucher der mehr als 100 Hochseilgärten können die Wälder von den Kronen aus betrachten.
    Quelle: dpa

  • Der Großteil deutschen Waldes ist in Privatbesitz. Etwa zwei Millionen Menschen gehören 44 Prozent der Waldfläche.

    Der Großteil deutschen Waldes ist in Privatbesitz. Etwa zwei Millionen Menschen gehören 44 Pro...
    Quelle: dpa

  • Der in den 80er Jahren in Deutschland geprägte Begriff des Waldsterbens setzte sich über die Sprachgrenzen hinaus durch. In französischen Wörterbüchern ist

    Der in den 80er Jahren in Deutschland geprägte Begriff des Waldsterbens setzte sich über die S...
    Quelle: dpa

  • 50 sogenannte Bestattungswälder dürfen offiziell zur Urnenbestattung genutzt werden. Die Wälder sind letzte Ruhestätte.

    50 sogenannte Bestattungswälder dürfen offiziell zur Urnenbestattung genutzt werden. Die Wälde...
    Quelle: dpa