Materialliste für ein Stelzenhaus
Kanthölzer in verschiedenen Stärken für Rahmenkonstruktion, First, Stelzen, Geländer usw. Fasenbretter als Aussenverkleidung
Schalbretter als Dackabdeckung
Bretter mit Nut- und Feder als Bodendielen
Dachlatten zur Verstrebung der Stelzen
Spanplatten-Schrauben in verschiedenen Stärken
Winkelverbinder
wasserfester Leim
Schlüsselschrauben für Winkelverbinder
Nägel in verschiedenen Stärken
Dachpappennägel
Fertigbeton, Wasser
Boden- oder Pfostenträger; einbetonierbar oder aufschraubbar

Werkzeug
Bügelsäge
Akkuschrauber
Bleistift
Zollstock
Winkel und Schmiege
Schraubenschlüssel
Spaten, Eimer
Schraubzwingen

Magdeburg | Zunächst gilt es zu entscheiden, ob das Haus in den Baum hineingebaut oder selbsttragend auf Stelzen stehen soll. Ein solches kann an, um einen Baum herum oder zwischen mehreren Bäumen gebaut werden. Bei einem Haus im Baum ist die Wahl des Baumes entscheidend.

Welche Bäume eignen sich als Baumhausgrundstück?

Alle, solange sie gesund sind. Bäume, die wenig tragfähig sind – beispielsweise Pappeln, Ulmen und Birken – können mit Stelzenunterstützung genutzt werden. Ausgewachsene Exemplare eignen sich besonders gut für die Konstruktion im Baum. Ideal sind Eichen und Buchen, das ihre Astgabeln Winkel von 45 und 90 Grad bilden. Auch Walnussbäume, Linden, Kastanien, Eschen und Weiden können gut geeignet sein.

Bauanleitung für ein Stelzenhaus

Basis des Hauses ist eine Rahmenkonstruktion aus Kanthölzern, verkleidet mit gefasten Brettern und einer Plattform aus stabilen Bodendielen. Kanthölzern dienen als Stelzen und Verstrebungen. Das Dach besteht aus Kanthölzern als Sparren und First sowie Schalbrettern als Verkleidung. Auf die Unterkonstruktion des Daches kann mit Pappnägeln Dachpappe aufgenagelt werden. Längen, Breiten und Höhen können je nach Wunsch festgelegt werden.

1. Die Kanthölzer für den Rahmen werden zugeschnitten und rechtwinklig zusammengebaut.

2. Die Fasenbretter für die vier Einzelwände werden zusammengesteckt und verleimt. Auf diese Weise sollten zwei Seiten sowie Rückwand und Front mit Türaussparung entstehen. Die vier Einzelteile werden später bei der Montage stumpf voreinander gestellt und mit Winkelverbindern verbunden.

3. Als Fundament werden vier Löcher für die Pfostenträger im Abstand entsprechend der Bodenplatte ausgehoben. Die Pfostenträger werden anschließend an die Stützen angebracht und einbetoniert.

4. Ist der Beton ausgehärtet, kann die Bodenkonstruktion mit Winkelverbindern auf die Stützen montiert werden. Querverbindungen zwischen Stützen und Bodenplatte bringen zusätzliche Stabilität.

5. Nun können die Bodendielen auf die Bodenkonstruktion geschraubt werden.

6. Die vorgefertigten Seitenteile werden mit Winkelverbindern und Schlüsselschrauben auf der Bodenplatte fixiert.

7. Das Dach kann entweder entsprechend der Bodenplatte aus einem mit Brettern gefüllten Rahmen oder als Satteldach konstruiert werden. Im Falle des Satteldaches werden auf die gewünschte Länge geschnittene Dachsparren mit dem First und kurzen Kanthölzern auf der Rahmenkonstruktion befestigt. Nun können Schalbretter auf die Dachsparren aufgenagelt werden.

8. Die Seitenwände werden anschließend mit den gefasten Brettern verkleidet.

9. Ist eine Leiter auf Höhe der Türaussparung befestigt, kann es hoch hinaus gehen.

Leben im Baumhaus

Mittlerweile gibt es Architekten und Tischlereien, die sich auf den Bau von Baumhäusern zum Wohnen spezialisiert haben. Diese sind genehmigungspflichtig und müssen baurechtlich angemeldet werden. Da die Vorschriften der zuständigen Ämter von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich sind, ist es ratsam, sich im Vorfeld beim zuständigen Bauamt zu informieren.

   

Bilder

 

Schlafen wie die Eichhörnchen

Magdeburg (aj) | In den Bäumen schlafen auf Probe? Das geht in Baumhaushotels ebenso wie in ausgefallenen Eigenkreationen.

  • Zehn Meter über dem Boden nächtigen Gäste in Deutschlands erstem Baumhaus-Hotel im ostsächsischen Zentendorf bei Görlitz.

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    Quelle: ZB

  • Aufgespießt: Baumhaus samt Terasse stehen auf Tannenstämmen.

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    Quelle: Roman Boed/CC BY 2.0

  • Baumhaus im Alnwick Garden in Großbritannien.

    Baumhaus im Alnwick Garden in Großbritannien.
    Quelle: Themonkofthetrueschool/CC BY-SA 3.0

  • Ein Baumhaus im Elizabeth Stafford Pasonanca Park in Zamboanga City, der sechstgrößten Stadt der Philippinen.

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    Quelle: Wowzamboangacity/CC BY-SA 3.0

  • Baumhaus im Park des Schlosses Langeais, einem der Schlösser der Loire in Frankreich.

    Baumhaus im Park des Schlosses Langeais, einem der Schlösser der Loire in Frankreich.
    Quelle: ThomasPusch/CC BY-SA 3.0

  • Tarzans Baumhaus im Disneyland.

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    Quelle: Ellen Levy Finch/CC BY-SA 3.0

  • Ein Baumhaushotel in Oregon (USA).

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    Quelle: grampymoose/CC BY-SA 2.0

  • Baumhaus nahe der Priory Road Kidbrooke südlich von London.

    Baumhaus nahe der Priory Road Kidbrooke südlich von London.
    Quelle: Dave Spicer/CC BY-SA 2.0

  • Übernachten im Nadelwald in Takilma (USA).

    Übernachten im Nadelwald in Takilma (USA).
    Quelle: grampymoose/CC BY-SA 2.0

  • Den Kaffee am Morgen oder den Nachmittags-Tee im Baumhaus genießen können Besucher von Fannys Farm Shop südlich von London.

    Den Kaffee am Morgen oder den Nachmittags-Tee im Baumhaus genießen können Besucher von Fannys ...
    Quelle: Peter Trimming/CC BY-SA 2.0

Waldland Deutschland

Magdeburg (aj) | Mit öffentlichen Pflanzungen am Tag des Baumes soll auf die Bedeutung der Bäume und Wälder aufmerksam gemacht werden. Die grünen Flächen sind Lebensraum, Rohstofflieferant, Klimaschützer und Ort der Erholung.

  • Rund ein Drittel der deutschen Landesfläche ist Wald.

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    Quelle: ZB

  • Nadelbäume sind in Deutschland am häufigsten. Fichten (28 Prozent) und Kiefern (24 Prozent) führen, gefolgt von den Laubbäumen Buche (15 Prozent) und Eichen (10 Prozent). Allein diese vier Baumarten nehmen zusammen etwa drei Viertel der Waldfläche ein.

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    Quelle: Archivfoto: dpa

  • 17 Prozent der Gesamtwaldfläche sind sogenannte FFH-Gebiete. Sie dienen gemäß der Naturschutzrichtlinie der Europäischen Union dem besonderen Schutz von Flora, Fauna und Habitaten.

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    Quelle: Archivfoto: dpa

  • Gesetze des Bundes und der Länder schützen den Wald vor anderen Nutzungsansprüchen wie Siedlung und Verkehr.

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    Quelle: Archivfoto: dpa

  • Stürme sind Feinde der Wälder. 3.700 Hektar Wald fielen ihnen 2007, im Jahr des Orkans Kyrill, zum Opfer.

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    Quelle: ZB

  • Wälder sind wilden Tieren Lebensraum. Neben einigen Wolfsrudeln und Luchsen leben in deutschen Wäldern etwa 4.000 Wildkatzen.

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    Quelle: Archivfoto: ZB

  • Waldböden sind Wasserfilter und -speicher. Unter der Oberfläche eines Quadratmeters Waldboden können bis zu 200 Liter Wasser gespeichert werden. Der Boden filtert Regen- und Tauwasser so gut, dass es oft Trinkwasserqualität hat.

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    Quelle: ZB

  • Wälder schwächen extreme Temperaturen ab. Im Sommer ist es im Wald stets etwas kühler, im Winter etwas wärmer als auf freiem Feld.

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    Quelle: ZB

  • Bäume sind Rohstoff-Lieferanten: Etwa 48 Millionen Kubikmeter betrug der Holzeinschlag 2009.

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    Quelle: dpa

  • Besucher der mehr als 100 Hochseilgärten können die Wälder von den Kronen aus betrachten.

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    Quelle: dpa

  • Der Großteil deutschen Waldes ist in Privatbesitz. Etwa zwei Millionen Menschen gehören 44 Prozent der Waldfläche.

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    Quelle: dpa

  • Der in den 80er Jahren in Deutschland geprägte Begriff des Waldsterbens setzte sich über die Sprachgrenzen hinaus durch. In französischen Wörterbüchern ist

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    Quelle: dpa

  • 50 sogenannte Bestattungswälder dürfen offiziell zur Urnenbestattung genutzt werden. Die Wälder sind letzte Ruhestätte.

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    Quelle: dpa