Liebe/r Leser/in! Wir, die Redakteure/innen von dem/der Magdeburger Volksstimme möchten Sie (und selbstverständlich auch ihn) über eine Neuerung/in informieren. Künftig werden wir sprachlich stets zugleich das weibliche und das männliche Geschlecht (Neutrum, daher keine weibliche Form nötig) anreden. Denn endlich haben wir den/die richtige Form/in dafür gefunden. Diese Sache/in mit dem/r Schrägstrich/in jedenfalls ist es nicht. Das wäre auf Dauer viel zu anstrengend. Also Schluss damit.

Künftig werden wir eine kürzere und somit deutlich komfortablere Form nutzen, die dennoch die gleiche antidiskriminierende Wirkung verspricht wie der Schrägstrich: das X.

Die Anwendung dieser sprachlichen Innovation ist kinderleicht: Man setze den neutralisierenden Buchstaben an jener Stelle ein, an der Diskriminierung droht. Beim Professor (oder eben bei der Professorin) etwa wird es nach dem Doppel-S heikel. Um einen Fauxpas zu vermeiden, behelfe man sich mit ProfessX.

So möchte auch Lann Hornscheidt angesprochen werden. Die WissenschaftlerX von der Humboldt UniversiX Berlin hat diese SprachforX nämlich erfunden (Ob das jetzt alles korrekt war?). Auf diesem Wege will er/sie/es Geschlechtsvorstellungen den Garaus machen.

Wieso es gerade das X war, das sich in Lann Hornscheidts Sprachform durchgesetzt hat, ist unklar. Bei B, O und P zumindest liegt die Begründung wohl auf der Hand: viel zu ausgeprägte weibliche Rundungen!Elisa Sowieja