Los Angeles | Das ist echt tierisch gemein! Ein internationales Team von der Universität Kalifornien hat eine schreiende Ungerechtigkeit aufgedeckt: Eisbären bestehen zu 50 Prozent aus Fett, kommen aber hervorragend mit ihrem extrem hohen Cholesterinspiegel klar. Und das nur, weil sie gute Gene haben.

Nach der Abspaltung seiner Ahnenreihe von der des Braunbären vor weniger als 500.000 Jahren hat sich nämlich das Erbgut des Eisbären schnell an eine fettreiche Ernährung angepasst, erklären die US-Forscher in einem Fachjournal. Und unsereins? Wir bestehen zu 80 Prozent aus harmlosem Wasser - aber wehe, wir frönen zu sehr unserer Lust auf Eisbein, Hamburger und Schwarzwälder Kirschtorte. Dann dauert es nicht lange und wir haben gewaltige Herz-Kreislauf-Probleme am Hals.

Eine ähnliche Ungerechtigkeit gibt es bei Hunden. Während wir nach dem abendlichen Zähneputzen stets der Versuchung widerstehen müssen, uns nochmal am Kühlschrankinhalt zu vergreifen, braucht Fiffi nicht mal eine Zahnbürste. Denn der bekommt fast nie Karies.

Woran das liegt, haben Forscher von der British Veterinary Dental Association in London untersucht. Ergebnis: Bei Hunden fehlen jene Bakterien, welche die fiesen Löcher verursachen. Bei uns Menschen hingegen gibt es die in Hülle und Fülle. Na, schönen Dank auch.

Da wünscht man sich doch glatt, ein Hund zu sein. Abgesehen von der Sache mit der Karies birgt das sogar noch ein paar mehr Vorteile. Zum Beispiel den, dass man für sein Fresschen weder arbeiten noch kochen muss. Da es bisher aber an Spezialkliniken für derartige Verwandlungen fehlt, bleibt uns nur ein schwacher Trost: Wenn\'s regnet, können wir drinnen bleiben.