Berlin - Die Zahl der Asylanträge ist im April erneut deutlich gestiegen. Im vergangenen Monat baten rund 11 500 Menschen in Deutschland um Asyl, wie das Bundesinnenministerium am Donnerstag in Berlin mitteilte. Das waren 34,4 Prozent mehr als im April 2013.

In den ersten vier Monaten des Jahres stieg die Zahl der Asylanträge damit auf fast 50 000 - ein Plus von 64,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Hauptherkunftsländer in diesem Zeitraum waren Syrien, Serbien und Afghanistan, gefolgt von Mazedonien, Albanien und Bosnien-Herzegowina.

Die Zahl der Asylbewerber in Deutschland geht seit längerem nach oben. Im vergangenen Jahr erreichte sie den höchsten Stand seit den 90er Jahren. Die Bundesregierung plant mehrere Verschärfungen im Asylrecht, die bei Flüchtlingsorganisationen und der Opposition auf scharfe Kritik stoßen.

Um den wachsenden Zustrom von Asylbewerbern aus den Balkanstaaten Serbien, Mazedonien und Bosnien-Herzegowina einzudämmen, brachte das Kabinett beispielsweise einen Gesetzentwurf auf den Weg, um die drei Länder als sichere Herkunftsstaaten einzustufen. Ziel ist, Asylbewerber von dort künftig schneller in die Heimat zurückzuschicken. Flüchtlingsorganisationen halten das für ungerechtfertigt und verantwortungslos.