Dresden - Beim Bau von Windrädern soll nach Vorstellung Sachsens künftig mehr Abstand zu Autobahnen und Bundesstraßen eingehalten werden müssen.

Eine entsprechende Änderung des Bundesfernstraßengesetzes habe die Dresdner Staatsregierung in den Bundesrat eingebracht, berichtete die "Saarbrücker Zeitung". Bisher gilt, dass Windanlagen zu Autobahnen 40 Meter Abstand und zu Bundesstraßen 20 Meter Abstand halten müssen.

Dem Zeitungsbericht zufolge setzt sich Sachsen dafür ein, dass der Abstand künftig mindestens der Gesamthöhe des Windrades (mit Rotor) entsprechen muss. Das sind häufig 200 Meter. Für alle kleineren Anlagen soll demnach eine Mindestuntergrenze von 150 Metern gelten.

Begründet wird die Initiative mit einer möglichen Ablenkung von Autofahrern, außerdem mit der Gefahr von Bränden in den Gondeln. Der Geschäftsführer des Bundesverbandes Windenergie, Henning Dettmer, bezeichnete den Vorschlag als Schlag gegen die energiepolitischen Ziele der Bundesregierung. "Wer die Flächen für die Windenergie immer weiter beschneidet, gefährdet die Energiewende", sagte er dem Blatt.