Berlin - Die SPD setzt im Endspurt des Europawahlkampfs auf die Beliebtheit von Außenminister Frank-Walter Steinmeier. Zusammen mit Spitzenkandidat Martin Schulz wirbt er für Frieden, Verständigung und Zusammenarbeit in Europa.

"Dieser europäische Weg hat die längste Friedensperiode auf diesem Kontinent gebracht", sagte Schulz am Montag in Berlin bei der Vorstellung der Kampagne mit Steinmeier.

Der Außenminister sagte mit Blick auf die Verwerfungen zwischen der Ukraine und Russland, die Gefahr einer Spaltung Europas sei real. Bei dem Runden Tisch in der Ukraine gehe es darum, eine Atmosphäre zu erzeugen, "mit der man ein Mindestmaß von Vertrauen zwischen denjenigen aufbaut, die in den letzten Wochen und Monaten weniger miteinander geredet, aber dafür aufeinander geschossen haben".

In einer gemeinsamen Erklärung warben Schulz und Steinmeier für eine diplomatische Lösung der Krise, die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa müsse dabei im Zentrum stehen. Zudem müsse es in der Ukraine eine Waffenruhe geben - extremistische und separatistische Kräfte müssten landesweit entwaffnet werden.

Die Europawahl findet am kommenden Sonntag statt. Bei der letzten Europawahl war die SPD lediglich bei 20,8 Prozent gelandet.