Berlin | Eltern, deren Kinder eine Karriere als Drogendealer anvisieren, haben allen Grund zur Sorge. Denn noch immer sind Berufsberater nicht in der Lage, über diesen Trendjob zu informieren. Weder zu Ausbildungsstätten, noch zu Einstiegsgehältern oder nötiger Ausrüstung können die Experten qualifizierte Aussagen treffen.

Der Internethandel Amazon schafft nun zumindest in der Ausrüstungsfrage Abhilfe. Die sogenannten Empfehlungsalgorithmen unterstützen einen Dealer-Lehrling dabei, sich alle nötigen Werkzeuge zusammenzustellen.

Hierfür genügt es, im Suchfeld den Begriff "Feinwaage" einzugeben und eines der daraufhin angezeigten Produkte auszuwählen. Das System erkennt sogleich die vorgesehene Verwendungsmöglichkeit für die Feinwaage und schlägt dem Nutzer passende Produkte vor: eine Grasmühle, Druckverschlussbeutel mit aufgedrucktem Hanfzeichen, ein "mehrteiliges stylisches Kifferset" und das Buch "Marihuana Drinnen: Alles über den Anbau im Haus". Für den Fall, dass der angehende Dealer auch Kokain in seine Angebotspalette aufnehmen möchte, werden ihm Ziehröhrchen offeriert.

Noch ist nicht bekannt, ob Amazon sein Empfehlungssystem noch ausweitet. Insider sprechen von einem enormen Entwicklungspotenzial. So sei es zum Beispiel möglich, dass Kunden, die sich für Ohropax und Beruhigungskapseln interessieren, künftig ein Scheidungsratgeber nahegelegt wird.