Berlin - Künftig soll mehr Geld vom Bund in den Ausbau und die Qualität von Kitaplätzen fließen. Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) will bis 2017 Hunderte Millionen Euro zusätzlich für die Kleinkindbetreuung ausgeben, unter anderem für die Ausbildung von Fachkräften und für Baumaßnahmen.

"Vor Ort suchen Eltern immer noch nach Kitaplätzen", sagte sie in Berlin. Zuvor hatten sich Union und SPD darauf geeinigt, wie rund sechs Milliarden Euro Mehrausgaben für Bildung und Betreuung verteilt werden sollen. Das Geld war bereits im Koalitionsvertrag vereinbart worden.

Ein bereits genehmigtes Sondervermögen für Kinderbetreuung von 450 Millionen Euro stockt der Bund demnach um 550 Millionen Euro auf. Damit sollen weitere Betreuungsplätze für Kleinkinder geschaffen und mehr Personal eingestellt werden.

Wie genau die Investitionen aussehen, steht allerdings noch nicht fest. Schwesig will darüber noch in diesem Jahr mit Vertretern der Länder beraten. In den Jahren 2017 und 2018 stehen für den laufenden Betrieb von Kitas außerdem jeweils 100 Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung.