Berlin - Autofahrern in Deutschland drohen 15 Euro Geldbuße, wenn sie ab 1. Juli keine Warnweste dabei haben. Auf diese Regelsumme verständigten sich die Länder, wie das Bundesverkehrsministerium mitteilte. Damit wurde ein Bericht der "Saarbrücker Zeitung" bestätigt.

Der Bundesrat hatte die Pflicht zum Mitführen einer auffälligen Weste im vergangenen Jahr beschlossen. Damit sind Verkehrsteilnehmer bei Pannen oder Unfällen früher und besser zu erkennen. Künftig muss in Pkw, Lastwagen und Bussen eine rote, gelbe oder orangefarbene Weste pro Fahrzeug an Bord sein.

Vorgeschrieben wird nun eine "Mitführpflicht" - aber keine Pflicht zum Tragen einer Weste, wie dies etwa für Bauarbeiter und Personal von Straßenreinigungen oder der Müllabfuhr gilt. Das Verkehrsministerium setzt auf eigenverantwortliches Handeln und empfiehlt, die Weste bei Pannen und Unfällen anzuziehen, wie ein Sprecher sagte.

Der Bundesrat hatte darauf verwiesen, dass viele Autofahrer ohnehin schon freiwillig Warnwesten im Wagen haben. Sie werden teils gratis verteilt. Eine Pflicht zum Mitführen gilt bisher nur für gewerbliche Fahrzeuge. Motorräder und Wohnmobile sind nach Angaben des Autofahrerclubs ADAC auch künftig ausgenommen. Vorgeschrieben sind Warnwesten bereits in mehreren europäischen Ländern. In einigen ist damit die Pflicht verbunden, die Weste auch tatsächlich zu tragen.