Osnabrück - Der Deutsche Mieterbund fordert eine Gesetzesänderung, um Mieter nach energetischen Sanierungen besser vor ungerechtfertigten Mieterhöhungen zu schützen. Es sollten "Energieeinsparung und Mieterhöhung miteinander verknüpft" werden.

Das schlug Mieterbund-Direktor Lukas Siebenkotten in der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstag) vor. Je weniger Heizkosten anfielen, desto höher dürfe dann die Miete steigen.

"Die geltende gesetzliche Regelung ist falsch und ermöglicht es, Mieter aus ihren Wohnungen "herauszumodernisieren"", kritisierte er. Aktuell dürfe ein Vermieter elf Prozent der Modernisierungskosten auf die Jahresmiete aufschlagen. "Bei 20 000 Euro für eine Wohnung sind das 2200 Euro im Jahr beziehungsweise 183 Euro im Monat Mieterhöhung. Ob und in welchem Umfang Energie- und Heizkosten eingespart werden, spielt keine Rolle", erklärte der Chef des Mieterbunds.