München | Wer braucht schon Verabredungen, eine Kennenlernphase oder gar eine schnöde Verlobung? Bei der Fernsehregie von morgen soll das Paar von heute beim ersten Kennenlernen heiraten.

Sat 1 meint, damit die Zeichen der Zeit erkannt zu haben. Bei der Kuppel-Show "Married at First Sight", die voraussichtlich ab diesem Winter gesendet wird, treffen zwei wildfremde Menschen an einem unverfänglichen Ort - also vor dem Traualtar - aufeinander, um ihre (noch) nicht vorhandene Liebe zueinander mit einer gemeinsamen Hochzeit zu bezeugen. Dieses feierliche Ereignis wird ausführlich und in trauter Millionensamkeit in den Flitterwochen gebührend geehrt. Die Zuschauer können dabei sein, wenn das Ehepaar sich kennenlernt und dann für einige Wochen in eine gemeinsame Wohnung zieht.

Nach Ablauf dieser romantischen Phase heißt es dann zu entscheiden: Lieben wir uns für ewig, oder lassen wir uns so schnell wie möglich scheiden.

Dass sich aus diesem Experiment jedoch nun lebenslanges Glück entwickeln kann, soll die Wissenschaft garantieren. Immerhin wurden die Paare nicht etwa zufällig zusammengewürfelt. Das wäre ja schlichtweg grob fahrlässig. Nein, Paarexperten, Wohnpsychologen und ein Pfarrer haben die Männer und Frauen ausgiebig interviewt und konnten somit analysieren, welche zwei Menschen zu einem Traumpaar verschmelzen können.

Nein, dieses vielversprechende Format kommt nicht aus Amerika. Die Show wurde in Dänemark entwickelt. Dort wurde die Sendung zum absoluten Quotenhit.

Übrigens, bislang ließ sich jedes Paar nach Drehende ausnahmslos wieder scheiden. Also: Nix mit der Liebe auf den zweiten Blick...