Calw - Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat am Montag zum ersten Mal in ihrer Amtszeit die Elite-Truppe KSK der Bundeswehr besucht.

In der Kaserne des Kommandos Spezialkräfte (KSK) in Calw im Schwarzwald ließ sie sich von Kommandeur Dag Baehr über die Fähigkeiten der Einheit informieren und sprach mit Soldaten über Fragen der Ausbildung und der Vereinbarkeit des Berufs mit dem Familienleben. Das KSK spiele eine wichtige Rolle, "wenn das Land ruft und der Einsatz gefordert ist", sagte die Ministerin.

Auf einem Truppenübungsplatz und im Schießausbildungszentrum des Standorts ließ sie sich zwei Übungen zur Geiselbefreiung zeigen. Beteiligt waren Kommandosoldaten, Scharfschützen, Transport- und Kampfhubschrauber, Quad-Fahrzeuge sowie eine Drohne. Bei ihrem Besuch sprang von der Leyen auch im Tandem mit einem erfahrenen Fallschirmspringer aus einem Hubschrauber ab.

Kommandeur Baehr zeigte sich zufrieden mit dem Personalstand seiner Einheit, die insgesamt 1400 Soldaten und Zivilangestellte umfasst. KSK-Soldaten wurden seit 1998 unter anderem in Bosnien, Kosovo, Kongo, im Libanon sowie in Afghanistan eingesetzt.

Die Ministerin will sich auf einer Sommerreise ein Bild von den unterschiedlichen Aufgabenbereichen der Bundeswehr machen. Zum Auftakt besuchte sie vor einer Woche in Köln ein Einstellungszentrum für Führungskräfte. Am Montag wurde sie noch beim Hubschrauber-Geschwader in Laupheim (Landkreis Biberach) erwartet.