Ein Mann setzt sich an einen Küchentisch und schimpft. Irgendwann nimmt er einen Hammer zur Hand und schlägt zu. Direkt auf sein Smartphone, das gute von Apple, wie es scheint.

Mehr als 230.000 Mal wurde auf Youtube dieses Video angeklickt, in dem der Hammer knallt und das Display knirscht.

Der Mann ist Russe und nimmt seine Rechte, als Konsument einen Boykott auszusprechen, sehr ernst. Es ist genug, sagt er zu den wegen des Ukraine-Konflikts von Europa und den USA verhängten Wirtschaftssanktionen gegen Russland. Seine Schimpftirade hat er dem US-Präsidenten Barack Obama gewidmet. Ein offener Brief sozusagen. Nur kreativer. Und teurer. Gleich nach dem Telefon zertrümmert er auch noch sein Tablet von Apple.



Nein, sagt er außerdem aufbrausend, niemals werde er auch nur eine Kopeke verschwenden, um in die USA zu reisen. Russland lasse sich nicht einschüchtern, das müsse Obama begreifen. Auch amerikanische Läden werde er meiden, allen voran McDonalds.

Der Mann hat im wahrsten Sinne des Wortes zurückgeschlagen. Für sich, im Kleinen, kurz bevor Russlands Präsident Wladimir Putin auf der politischen Bühne mit dem Importverbot von Lebensmitteln aus USA und EU einen Gegenschlag im großen Maßstab verkündete. Dahin trug Putin auch eine Welle steigender Sympathiewerte: Vor ein paar Tagen erst hat eine repräsentative Umfrage ergeben, dass 87 Prozent der Russen sein Handeln voll und ganz billigen.