Saarbrücken - Das Saarland hat wegen der wachsenden Zahl aus Frankreich einreisender Flüchtlinge die Bundesregierung eingeschaltet.

Saar-Regierungschefin Annegret Kramp-Karrenbauer bat laut "Spiegel" Kanzlerin Angela Merkel (beide CDU), sich an Paris zu wenden. Die Bundesregierung möge "mit der französischen Regierung auf eine Lösung hinwirken", heißt es dem Bericht zufolge im Protokoll eines Treffens der Ministerpräsidentin mit Merkel im Juni.

Der saarländische Regierungssprecher Thorsten Klein bestätigte der dpa: "Wir bitten die Bundesregierung, sich dieser Thematik anzunehmen." Denn die Landesaufnahmestelle für Flüchtlinge in Lebach sei längst voll. Viele Asylbewerber kämen mit dem Zug auf der Strecke Paris-Frankfurt, die über Saarbrücken führt.

Die Bundespolizei registrierte nach eigenen Angaben im Saarland und in Rheinland-Pfalz in den ersten drei Monaten 2014 insgesamt 283 illegale Einreisen. Im ersten Quartal 2013 waren es nur 179 gewesen. Die meisten kommen aus dem Bürgerkriegsland Syrien und aus Eritrea.