Isselburg - Die Bundesregierung sieht klimafreundlichere Kläranlagen als Möglichkeit, um das Ziel von 40 Prozent weniger Treibhausgasen bis 2020 noch zu schaffen.

Bisher läuft es nur auf 33 Prozent weniger hinaus. "Die Lücke von sieben Prozent macht 85 Millionen Tonnen CO2 aus", sagte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) am Donnerstag beim Besuch einer Kläranlage im nordrhein-westfälischen Isselburg.

Diese verursacht dank einer 6,4 Millionen Euro teuren Erweiterungs- und Modernisierungsmaßnahme weniger Treibhausgase. Wenn man alle Kläranlagen so optimieren würde, wären das immerhin schon 600 000 Tonnen, die zusätzlich eingespart werden könnten, so Hendricks.

Mit neuer Belüftungstechnik und modernen Filteranlagen wurde der Verbrauch deutlich gesenkt. Lag dieser gemessen an den 14 000 an die Kläranlage angeschlossenen Bewohnern bei 56 Kilowattstunden pro Einwohner im Jahr, sind es nun 27 Kilowattstunden. Zudem wird die Stickstoffbelastung unter anderem durch eine Optimierung der Schlammbehandlung deutlich reduziert. Kläranlagen sind vielerorts die größten kommunalen Energieverbraucher.