Berlin | Da kommt man unbeschwert vom Einkaufen zurück - und plötzlich ist das eigene Haus halb eingemauert. Klingt absurd. Ist jetzt aber einem britischen Rentnerpaar in Südfrankreich passiert.

Auf solche Idee kann selbstverständlich nur eine Spezies kommen: die der gemeinen Nachbarn. Die Exemplare in jenem Fall - ebenfalls Briten - charakterisieren sich durch einen ausgeprägten Sinn für handwerkliche Tätigkeiten. Denn bevor sie mit dem Mauerbau begannen, zementierten sie vor Nachbars Tür Pfähle in den Boden und verbarrikadierten ein Fenster mit Nägeln.

Die deutschen Exemplare der Spezies stehen den britischen in nichts nach. In Bayern war mal ein Mann genervt davon, dass sich der Pudel von nebenan ständig in seinem Garten erleichterte. Seine Lösung: Er rasierte ihn mit einem Haarschneider kahl. Und es geht noch konsequenter, geschehen in der Causa Knötti. Knötti ist ein liebestoller Frosch - genauer gesagt, er war es. Denn sein fortwährendes Gequake brachte den Nachbarn so sehr in Rage, dass er die Amphibie erschoss.

Bei der Mutter aller Nachbarschaftsstreits gab es zumindest keine Toten - dafür aber Übersetzungsprobleme. TV-Richterin Barbara Salesch musste schon ganz konzentriert zuhören, als Regina Zindler über den Gnollärbsenstrauuch an ihrem Maschendrootzauun klagte. Im Gegensatz zum Britenpaar konnte die Sächsin ihren Nachbarschaftskampf in der Heimat austragen. Man stelle sich vor, sie hätte ihr Problem einem französischen Gericht schildern müssen.