Berlin - Die Nachfolge des scheidenden Berliner Regierungschefs Klaus Wowereit (SPD) wird in einem Dreikampf entschieden. Nach SPD-Fraktionschef Raed Saleh und dem Landesvorsitzenden Jan Stöß kündigte auch Stadtentwicklungssenator Michael Müller an, dass er beim SPD-Mitgliederentscheid antreten will.

Nicht nur in der SPD, sondern auch in der Opposition wurde dies begrüßt: "Mit Müller kann man vertrauensvoll reden", erklärte der Landesvorsitzende der Piraten, Christopher Lauer. "Würde mich für Müller sehr freuen, wenn\'s klappt."

Wowereit hatte am Dienstag seinen Rücktritt als Regierender Bürgermeister zum 11. Dezember erklärt. Die Landes-SPD will an diesem Montag bekanntgeben, welche Kandidaten sich beim Mitgliederentscheid zur Wahl stellen.

Der 49 Jahre alte Müller war schon früher als Kandidat für das Amt des Regierenden Bürgermeisters gehandelt worden. Als Vertrauter Wowereits führte er von 2004 bis 2012 den Berliner SPD-Landesverband, verlor den Posten dann aber an Stöß. Eine weitere Niederlage erlebte er im Mai dieses Jahres, als sich die Berliner in einem Volksentscheid gegen die Bebauung des stillgelegten Flughafens Tempelhof aussprachen.

Das Mitgliedervotum in der SPD soll vor einem Parteitag am 8. November abgeschlossen sein. Zuvor sollen die Parteimitglieder Zeit bekommen, die Kandidaten besser kennenzulernen. Angedacht sind Mitgliederforen mit der Präsentation der Kandidaten.