Berlin - Spätestens am 6. November soll feststehen, wen die Berliner SPD als Nachfolger des scheidenden Regierungschefs Klaus Wowereit nominiert. Das sagte der SPD-Landesvorsitzende Jan Stöß nach einer Vorstandssitzung am Montagabend.

Der Mitgliederentscheid unter den rund 17 000 Berliner SPD-Mitgliedern beginnt am 19. September. Bekommt im ersten Versuch kein Kandidat die absolute Mehrheit, gibt es eine Stichwahl. Ihm sei wichtig, dass die Mitglieder "das erste und auch das letzte Wort" hätten bei der Kür des Bürgermeister-Kandidaten, betonte Stöß. Bis zum 15. September könnten sich noch Kandidaten für den Mitgliederentscheid bewerben.

Bisher haben neben dem Landesvorsitzenden Stöß selbst Fraktionschef Raed Saleh und Stadtentwicklungssenator Michael Müller ihren Hut in den Ring geworfen. Sie würden alle auch vom Landesvorstand unterstützt, sagte Stöß.

Zusätzlich habe sich postalisch Dietmar Arnold, der Vorsitzende des Vereins Berliner Unterwelten, beworben. Er müsse noch die Unterstützung eines Kreisvorstands, einer Kreisdelegiertenversammlung oder von drei Abteilungsversammlungen gewinnen.

Die Kandidaten wollen sich in vier Mitgliederforen der Basis vorstellen. Das erste Aufeinandertreffen ist für den 23. September geplant. Am 18. Oktober soll der erste Wahlgang ausgezählt werden, eine mögliche Stichwahl am 6. November. Der Kandidat soll am 11. Dezember im Berliner Abgeordnetenhaus von der schwarz-roten Koalition zum neuen Regierenden Bürgermeister gewählt werden. An diesem Tag will Wowereit offiziell zurücktreten.