Berlin - Die Kosten für Arzneimittel sind nach Darstellung der forschenden Pharmaunternehmen (vfa) in den vergangenen fünf Jahren stabil geblieben. Zwischenzeitlich seien sie sogar gesunken.

Das erklärte vfa-Hauptgeschäftsführerin Birgit Fischer in Berlin bei der Vorstellung des Arzneimittelatlas\' 2014. Den Angaben zufolge stiegen die Arzneimittelausgaben der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) 2013 um 3,1 Prozent auf 30,09 Milliarden Euro, 2009 betrugen sie 30 Milliarden Euro. Derzeit liegen sie leicht unter dem Niveau von 2010. Laut Gesundheitsministerium steigen die Ausgaben seit Anfang 2014 allerdings wieder deutlich an.

Die Krankenkassen verzeichnen dagegen eine deutliche Zunahme der Ausgaben für Heil- und Hilfsmittel. Im ersten Halbjahr 2014 sind die Aufwendungen für Heilmittel, etwa bei körperlichen (Physiotherapie) oder sprachlichen Problemen (Logopädie), um 7,1 Prozent gestiegen, wie die Barmer GEK in ihrem Heil- und Hilfsmittelreport 2014 mitteilte.

Bei den Hilfsmitteln, zu denen Rollstühle, Krankenbetten oder Hörgeräte zählen, erhöhten sich die Ausgaben um 9,5 Prozent. In einer älter werdenden Gesellschaft nehme der Bedarf an Heil- und Hilfsmitteln zu. Deshalb müssten Preis- und Mengenentwicklung beobachtet werden, hieß es.