Berlin - Das Bundesinnenministerium sieht US-Pläne für Einreisekontrollen durch amerikanische Beamte an deutschen Flughäfen skeptisch.

Man habe noch "keine abschließende Positionierung" vorgenommen, stehe "dem Ansinnen gleichwohl äußerst zurückhaltend gegenüber", teilte das Haus von Thomas de Maizière (CDU) auf eine Anfrage der "Wirtschaftswoche" hin mit.

Washington will dem Bericht zufolge eigene Beamte an deutschen Flughäfen stationieren, um Fingerabdrücke und Porträtfotos von Reisenden aufzunehmen, die in die USA fliegen. Außerdem sollten diese Passagiere angeben, wohin und warum sie reisen und wie lange sie bleiben wollen. Der Einreise-Check solle nach der üblichen Sicherheitskontrolle am Flughafen erfolgen und im Schnitt 30 bis 120 Sekunden dauern. Die bisher üblichen Einreisekontrollen bei der Ankunft in den USA würden dafür entfallen.

Laut "Wirtschaftswoche" kontrollieren US-Beamte schon an 15 Flughäfen in sechs Ländern, etwa in Irland. Von 2015 an wollten die USA mit weiteren Staaten verhandeln. Das Bundesinnenministerium habe bestätigt, dass die US-Behörden das Thema "anlässlich einer Zusammenkunft zu einem anderen Thema angesprochen" hätten.