Nein, leicht hat sie es momentan wirklich nicht, die Ursula von der Leyen. Die Pleiten-Pech-und-Panne-Serie reißt einfach nicht ab. Nicht nur, dass Kampfhubschrauber und Eurofighter schrottreif sind - und die Umfragewerte der Verteidigungsministerin abstürzen.

Nein, zu allem Übel erwischte es die Verteidigungsministerin jetzt auch noch bei einem ihrer Lieblingsthemen - der Rekrutierung von Frauen für die Streitkräfte. Eine groß angelegte Werbekampagne wurde gestoppt. Warum? Auf der Internetseite war ein Fehler aufgetaucht, der wie eine Satire wirkt. Ein Bild mit "Zewa wisch weg"-Haushaltstüchern war mit der Schlagzeile versehen: "So vielfältig wie Sie: Individuelle Karrieremöglichkeiten für Frauen bei der Bundeswehr."

Haushaltstücher statt Tarnfarben? Wie konnte es nur zu dieser Peinlichkeit kommen? Wollte jemand der Ministerin eins auswischen? Wie auch immer: Die Wisch-Panne kratzt am Image der stets putzmunteren Powerfrau.

Das Verteidigungsministerium vermutet indes einen Programmierfehler bei der Werbeagentur, die die Seite gestaltet hat. Die Geschütze sind jetzt auf die Agentur gerichtet - dieser wurden rechtliche Schritte wegen Rufschädigung angedroht.

Die Verteidigungsministerin selbst muss jetzt irgendwie sauber aus dieser blöden Sache - und den vielen anderen Unannehmlichkeiten - herauskommen. Sonst könnte die politische Karriere der Ursula von der Leyen jäh enden. Wisch und weg, sozusagen.