Oans, zwoa, g´suffa - aus, vorbei. Das Münchener Oktoberfest ist zu Ende. Was bleibt von der diesjährigen Wiesn? Eine ganze Menge. Zumindest im Fundbüro.

Gucken wir mal kurz hinein: Exakt 3646 abhanden gekommene Sachen liegen dort - verlorene Herzen mal nicht mitgezählt. Also: 900 Ausweise, 770 Kleidungsstücke, 530 Geldbörsen, 330 Smartphones und Handys, 230 Brillen, 95 Schirme und Stöcke. Das Übliche halt.

Allerdings: Es ist auch viel Kurioses dabei. Zum Beispiel eine Eisenkugel mit Kette. Ebenso ein Gebiss. Unklar ist, ob da ein direkter Zusammenhang besteht. Nervös dürften (mindestens) zwei Wiesnbesucher sein: Die Eheringe liegen im Fundbüro. Dort können - haste Töne? - auch ein Waldhorn und ein Schlagzeug-Beckenset abgeholt werden. Ebenso vier Eintrittskarten für das Bundesligaspiel Bayern München gegen Hannover 96, bei dem sich die Heimmannschaft schon vor dem Wiesnbesuch in einen Rausch spielte.

Ein verloren gegangenes Bundesverdienstkreuz 2. Klasse ist indes noch nicht wieder aufgetaucht.

Zur Bilanz gehört die Geisterbahn-Geschichte. Das Monster erschreckte einen Mann so sehr, dass er aus der Gondel stieg, den Geist aus der Verankerung riss und ihm den Arm umdrehte. Resultat: Totalschaden am Monster. Was der Mann zuvor zu sich genommen hatte, ist nicht überliefert. Zuletzt musste die Polizei den Streit um eine Fischsemmel schlichten. Der Kunde hatte versehentlich die Deko-Semmel aus Plastik bekommen - und sich mächtig aufgeregt.