Potsdam - Dreieinhalb Wochen nach der Wahl hat sich in Brandenburg der neue Landtag konstituiert. Erstmals in der Geschichte des Landes wählten die Abgeordneten eine Frau, die Sozialdemokratin Britta Stark, zur Präsidentin.

Eröffnet wurde der Landtag vom Alterspräsidenten Alexander Gauland von der Alternative für Deutschland (AfD). Die Rede des Fraktionsvorsitzenden der neu ins Parlament eingezogenen rechtskonservativen Partei wurde mit besonderer Spannung verfolgt. Sein Aufruf zur Gemeinsamkeit der Demokraten beim Gestalten der Zukunft des Landes stieß bei den Volksvertretern auf breite Zustimmung.

Gauland forderte die vor dreieinhalb Wochen neu gewählten Abgeordneten auf, ungeachtet unterschiedlicher politischer Interessen um gemeinsame Lösungen zu ringen. Die Errungenschaft durchlässiger Grenzen in Europa schaffe neue Herausforderungen, betonte Gauland. Dazu gehörten die grenzübergreifende Kriminalität oder Arbeitsplatzverluste nach der Verlagerung von Unternehmen.

Im 88 Sitze zählenden Parlament sind die Fraktionen der Grünen, Linken, SPD, CDU und AfD vertreten. Hinzu kommen drei Abgeordnete der Freien Wähler sowie der fraktionslose AfD-Politiker Stefan Hein.