Berlin - Migranten werden auf dem Arbeitsmarkt nach eigener Einschätzung in großem Umfang diskriminiert. Zu diesem Ergebnis kommt eine breit angelegte Studie der Forschungsinstitute IAB und DIW.

Über die Hälfte der 5000 befragten Migranten gaben an, aufgrund ihrer Herkunft benachteiligt zu werden. Am häufigsten sei dies auf dem Arbeitsmarkt sowie bei Ämtern und Behörden der Fall. 54 Prozent der Diskriminierten erklärten, dass sie bei der Arbeits- und Ausbildungsplatzsuche schlechter behandelt würden.

Besonders Einwanderer aus der Türkei und aus arabisch-muslimischen Staaten leiden demnach unter Diskriminierungen. Bei den Migranten aus arabisch-muslimischen Staaten liegt der Anteil derer, die sich benachteiligt sehen, bei 60 Prozent. Die stärkere Benachteiligung dieser Gruppe lasse sich nicht durch Merkmale wie Bildung, Erwerbsstatus und Einkommen begründen, erklärten die Autoren des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW).

Die in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung erstellte Studie kommt außerdem zu dem Ergebnis, dass sich die Diskriminierungen negativ auf die allgemeine Lebenszufriedenheit der Migranten auswirken.