Berlin - Wegen der guten Einnahmesituation rechnet die Deutsche Rentenversicherung für das laufende Jahr mit einem höheren Überschuss als angenommen.

Nach der Juli-Schätzung werde die Rücklage rund 33 Milliarden Euro betragen, sagte der Präsident der Deutschen Rentenversicherung Bund, Axel Reimann. Das würde für 2014 einen Überschuss von rund einer Milliarde Euro bedeuten. "Angesichts der aktuell positiven Entwicklung der Beitragseinnahmen ist anzunehmen, dass der Überschuss noch etwas höher ausfällt."

Das finanzielle Polster der Rentenversicherung hatte im Juli mit 34,26 Milliarden Euro einen historischen Höchststand erreicht. Die Rentenerhöhung zur Jahresmitte und die verbesserte Mütterrente haben die Rücklage auf 32,4 Milliarden Euro Ende September sinken lassen. Angesichts dieser Summe wird über eine Senkung des Beitragssatzes zum Jahresanfang spekuliert. Dazu wollte sich Reimann nicht äußern. "Das hängt ganz wesentlich von den Prognosen zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ab. Die Berechnung wird vorausschauend auf das nächste Jahr bezogen sein", sagte er "Rheinischen Post".

Nach seinen Angaben bekommen inzwischen "weit mehr als 90 Prozent der Berechtigten" die verbesserte Mütterrente. Die Auszahlung hatte sich im Sommer zunächst verzögert.