Ein Hoch auf den Käsepeter! Weil er jetzt dem niederländischen Nikolaus hilft, können die Dreikäsehochs im Land ein politisch korrektes Kinderfest feiern. Das verstehen Sie nicht? Ist doch kinderleicht.

Immer Mitte November kommt in Holland mit großem Tamtam der Nikolaus auf einem Dampfschiff angefahren - samt Geschenken und jeder Menge Helfer, die im Dezember beim Verteilen anpacken. Seit Generationen ist das so. Doch vor kurzem ist um dieses Fest ein erbitterter Streit entbrannt. Ein Streit, für den sogar eine Arbeitsgruppe bei den Vereinten Nationen eingesetzt wurde.

Alles wegen der Nikolaus-Helfer. Denn die heißen Schwarzer Peter und sehen entsprechend aus - pechschwarzes Gesicht, rote Lippen, Afro-Perücke. Tradition bei einem unschuldigen Kinderfest, sagen die einen. Rassismus, schimpfen die anderen. Die Käsestadt Gouda hat nun reagiert: Wenn dort der Nikolaus am 15.November anlegt, werden den Kindern erstmals neben den Schwarzen Petern auch ein paar Gelbgesichter zuwinken - die Käsepeter. Außerdem tritt in den täglichen "Nikolaus-Nachrichten" im Fernsehen jetzt auch ein Weißer Peter auf.

Wodurch der Streit überhaupt ausgelöst wurde, ist nicht bekannt. Womöglich kamen die kritischen Holländer sogar wegen der Deutschen ins Grübeln. Schließlich ist es noch nicht lange her, dass ein Hamburger Verlag aus Pippi Langstrumpfs Vater, einstigem "Negerkönig", kurzerhand einen "Südseekönig" machte. Und von der Sache mit den Schaumküssen haben sie sicher auch gehört.